


Mobile Device Management (MDM), häufig im Gesamtkontext Enterprise Mobility Management (EMM) oder Unified Endpoint Management (UEM) beschafft, regelt die zentrale Verwaltung aller mobilen Endgeräte einer Behörde: Smartphones, Tablets und zunehmend auch Notebooks. Ohne strukturierte Verwaltung lässt sich weder ein einheitliches Sicherheitsniveau durchsetzen noch der dienstliche Einsatz mobiler Geräte rechtssicher organisieren.
Unser Muster-LV für MDM deckt alle relevanten Anforderungen ab: vom Geräte-Lifecycle über die Sicherheits-Policies bis zur Integration in bestehende Identity-Dienste wie Microsoft Entra ID oder klassisches Active Directory. Es ist auf öffentliche Auftraggeber zugeschnitten, berücksichtigt BSI-Anforderungen und die typischen Eigentumsmodelle COPE, COBO und BYOD.
Aus unseren Vergabeprojekten wissen wir, dass der Geräte-Lifecycle der häufigste Stolperstein in MDM-Beschaffungen ist. Wir fordern in diesem Abschnitt deshalb klar strukturiert: automatisiertes Enrollment über Apple Business Manager und Android Enterprise Zero-Touch, das Self-Service-Onboarding für Mitarbeitende sowie ein definiertes Decommissioning-Verfahren mit Selective Wipe. Die Plattform-Abdeckung umfasst iOS, iPadOS, Android Enterprise, Windows Modern Management und macOS, sodass eine heterogene Geräteflotte über ein einheitliches Werkzeug verwaltet werden kann.
Marktführer wie Microsoft Intune, Jamf Pro oder Omnissa Workspace ONE UEM bieten diese Funktionen in unterschiedlicher Tiefe. Damit Angebote vergleichbar werden, hat unser Muster-LV die Anforderungen produktneutral formuliert und auf den BSI-Mindeststandard für mobile Endgeräte ausgerichtet.[1]
Die Sicherheitsanforderungen an MDM sind in der Praxis oft die umfangreichsten. In diesem Abschnitt fordern wir Geräteverschlüsselung, durchsetzbare PIN- und Biometrie-Policies, Remote-Lock, Remote-Wipe und Selective Wipe für BYOD-Szenarien sowie eine Trennung von dienstlichen und privaten Daten über Arbeitsprofile. App-Management deckt Whitelisting, Blacklisting, verwaltete App-Stores (VPP, Managed Google Play) und die zentrale App-Konfiguration ab.
Das NIST hat in Special Publication 800-124 Revision 2 die zentralen Schutzmaßnahmen für mobile Endgeräte aktualisiert beschrieben und betont insbesondere Conditional Access als Bindeglied zwischen MDM und Identity-Diensten.[2] Der BSI IT-Grundschutz-Baustein SYS.3.2.2 ergänzt diese Sicht um konkrete Umsetzungsanforderungen für den deutschen öffentlichen Sektor: Trennung dienstlicher und privater Daten, durchgehende Geräteverwaltung über den gesamten Lebenszyklus und dokumentiertes Compliance-Reporting.[3] Wer reale Ausschreibungen zu MDM- und EMM-Beschaffungen ansehen möchte, findet entsprechende Verfahren im Vergabe-Archiv.
Die Integration in bestehende Identity-Dienste entscheidet darüber, ob ein MDM in der Behörde wirklich angenommen wird. Unser Leistungsverzeichnis fordert deshalb konkret die Anbindung an Microsoft Entra ID (vormals Azure AD), klassisches Active Directory über LDAP sowie die Integration mit SSO-Plattformen über SAML 2.0 und OpenID Connect. Conditional Access auf Basis von Geräte-Compliance, Single-Sign-On für native und Web-Apps und Reporting-Schnittstellen für das Sicherheitsmonitoring sind separate Positionen.
Beim Reporting orientieren wir uns an den Kennzahlen, die Behörden in Audits und KRITIS-Prüfungen vorlegen müssen: Anzahl verwalteter Geräte je Plattform, Compliance-Quote, Vorfälle mit Selective Wipe sowie offene Patch-Stände. Anbieter wie IBM MaaS360 und Citrix Endpoint Management liefern diese Reports out-of-the-box, andere benötigen Anbindung an ein bestehendes Monitoring-Werkzeug. Unsere Leistungsanforderung lässt beide Wege zu, fordert aber dokumentierte Schnittstellen.
Quellen
| Format | Microsoft Excel (.xlsx) + PDF |
| Umfang | mehr als 35 Leistungspositionen |
| Sprache | Deutsch |
| Vergaberecht | GWB, VgV, UVgO konform |
| Normen | BSI Mindeststandard mobile Geräte, NIST SP 800-124r2 |
| Stand | 2026 (regelmäßige Revision) |
| Lieferung | Lieferung in 5 Werktagen |
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