Öffentliche Auftraggeber stehen bei IT-Beschaffungen vor einer doppelten Herausforderung: technische Anforderungen müssen präzise formuliert und gleichzeitig vergaberechtlich korrekt umgesetzt werden. Genau hier setzen wir an.
Ausschreibungsunterstützung bedeutet: Wir übernehmen die gesamte Ausschreibungsvorbereitung: von der strukturierten Bedarfsaufnahme in Workshops über die Erstellung des Leistungsverzeichnisses bis zur Angebotsauswertung und Zuschlagsempfehlung. Sie behalten die Kontrolle, wir liefern die Substanz.
* erzielen wir im Schnitt in unseren Projekten
Behörden, Kommunen, Stadtwerke und öffentliche Unternehmen. Wir übernehmen die vollständige Erstellung und Begleitung vergaberechtskonformer IT-Ausschreibungen.
Unternehmen und Beratungen, die IT gezielt einkaufen wollen. Wir schaffen Vergleichbarkeit, sichern bessere Preise und vermeiden typische Fehler in Beschaffungsprozessen.
IT-Beschaffungen sind keine Routineaufgabe mehr: sie sind strategische Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen für Sicherheit, Betrieb und Haushalt.
Öffentliche Auftraggeber stehen bei IT-Vergaben vor einem strukturellen Informationsdefizit. Anbieter kennen ihre Lösung in- und auswendig: sie wissen, welche Anforderungen ihr Produkt erfüllt, und welche nicht. Was sie im Angebot verschweigen, wird selten freiwillig erwähnt. Das ist kein Zufall, sondern Kalkül. Wer als Auftraggeber nicht weiß, welche Fragen er stellen muss, bekommt auch keine vollständigen Antworten.
Dieses Phänomen ist aus der Ökonomie bekannt: Genauso wie ein Vermieter mehr über den Zustand seiner Wohnung weiß als der Mieter, hat ein IT-Anbieter einen strukturellen Informationsvorsprung gegenüber dem beschaffenden Auftraggeber. Das Ergebnis: Überteuerte Angebote, versteckte Lizenzkosten, unzureichende Schnittstellenkompatibilität oder fehlende Sicherheitszertifizierungen. Das sind Punkte, die im Angebot nicht explizit genannt werden müssen, wenn die Ausschreibung sie nicht präzise fordert.
IT-Vergaben sind heute komplexer als je zuvor. Digitalisierungsstrategien, KI-Integration, Anforderungen aus dem BSI IT-Grundschutz, Nachhaltigkeitsvorgaben und europäische Regulatorik (NIS2, DORA) treffen auf Vergaberecht, das seit Jahren nicht mit der technologischen Entwicklung Schritt hält. Die Folge: Leistungsbeschreibungen, die zu vage formuliert sind, um Anbieter wirklich vergleichbar zu machen, und Angebote, die auf dem Papier perfekt aussehen, aber in der Praxis zu Problemen führen.
Genau hier setzen wir an. Als Spezialisten für IT-Vergabeunterstützung bringen wir beide Welten zusammen: technisches IT-Verständnis und vergaberechtliche Präzision. Wir formulieren Anforderungen so, dass Anbieter nicht ausweichen können, decken Schwächen in Angeboten auf, die anderen verborgen bleiben, und begleiten öffentliche Auftraggeber durch den gesamten Vergabeprozess: von der ersten Bedarfsermittlung bis zur Zuschlagserteilung.
IT-Vergabeberatung anfragen →Sichtbare Anforderungen sind leicht zu formulieren, die verborgenen entscheiden über Projekterfolg oder -scheitern. Klicken Sie auf den Eisberg.
IT-Leistungsverzeichnisse.DE: Wir stellen sicher, dass keine Anforderung unter der Oberfläche bleibt.
Anforderungsanalyse anfragen →Sechs Gründe, warum öffentliche Auftraggeber ihre IT-Beschaffung mit uns strukturieren: von der ersten Anforderung bis zur rechtssicheren Vergabe.
Wir binden IT-Expertise und Vergabewissen von Beginn an zusammen, ohne Lücken zwischen technischen Anforderungen und rechtlicher Umsetzung.
Alle Unterlagen sind konform mit VgV, UVgO, VOL/A und EVB-IT. Wir minimieren rechtliche Risiken und Nachprüfungsanträge.
Strukturierte Bewertungsmatrizen mit klaren A- und B-Kriterien machen Angebote vergleichbar und Entscheidungen nachvollziehbar.
In unseren Projekten haben wir gesehen, dass erprobte Prozesse und strukturierte Vorlagen den Aufwand auf Auftraggeberseite um durchschnittlich 5 bis 15 Arbeitstage reduzieren.
Moderierte Workshops stellen sicher, dass alle Anforderungen aus IT, Fachabteilung, Einkauf und Recht vollständig erfasst werden.
Wir haben in unseren Projekten beobachtet, dass präzise Leistungsverzeichnisse Angebotspreise um durchschnittlich ~30 % senken: Anbieter kalkulieren weniger Risikopuffer ein, wenn Anforderungen klar und vollständig formuliert sind.
Interaktive Übersicht der typischen Phasen einer IT-Ausschreibung und wie wir Sie dabei unterstützen.
Viele Berater steigen punktuell ein: Sie erstellen ein Leistungsverzeichnis oder werten Angebote aus. Wir begleiten den gesamten Prozess. Denn Fehler in Phase 1 zahlt man in Phase 4.
Ein IT-Anbieter hat einen fundamentalen Informationsvorsprung gegenüber dem Auftraggeber, ähnlich wie ein Gebrauchtwagenhändler mehr über das Fahrzeug weiß als der Käufer [George A. Akerlof, “The Market for Lemons”, 1970; Wirtschaftsnobelpreis 2001]. Angebote sind so formuliert, dass sie gut klingen, ohne das Wesentliche offenzulegen: Wo sind die Grenzen der Lösung? Welche Features kosten extra? Was passiert bei Vertragsende mit den Daten? Wer diese Fragen nicht stellt, bekommt keine Antworten. Er merkt es erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist.
Wir stellen die richtigen Fragen, bevor das Angebot kommt. Durch präzise Leistungsbeschreibungen mit messbaren Kriterien, strukturierte Rückfragen während des Vergabeverfahrens und eine kritische Angebotsprüfung schaffen wir die Grundlage für faire, vergleichbare und wirtschaftliche Entscheidungen. Kein Anbieter kann sich mehr hinter vagen Formulierungen verstecken.
Jetzt unverbindlich anfragen →Der Zuschlag ist nicht das Ende. IT-LV begleitet die Implementierung als unabhängiges Projektmanagementbüro (PMO) und stellt sicher, dass der Anbieter das leistet, was er in der Ausschreibung zugesichert hat. Als neutrale Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Anbieter überwachen wir Meilensteine, prüfen Lieferergebnisse und eskalieren frühzeitig bei Abweichungen, bevor sie zum Problem werden.
Mehr zur unabhängigen Projektbegleitung →IT-LV führt strukturierte Workshops mit den Fachabteilungen des Auftraggebers durch, nimmt Wünsche und technische Anforderungen auf, analysiert sie auf Vergaberechtskonformität und überführt sie in rechtssichere A- und B-Kriterien für ein individuelles Ausschreibungspaket.
Öffentlicher Auftraggeber · IT-Sicherheit · Auftragswert ~ 300.000 €/Jahr
Das Stadtwerk benötigte erstmalig ein Managed SOC zur Erfüllung der KRITIS-Anforderungen nach BSI IT-Grundschutz. Interne IT-Kapazitäten für eine Eigenlösung fehlten.
Stakeholder-Workshop mit IT, OT und Rechtsabteilung · Erstellung LV, LB und EVB-IT · EU-weite Ausschreibung nach VgV · Bewertungsmatrix mit A/B-Kriterien · Auswertung von 4 Angeboten · Begleitung Vergabegespräche.
Zuschlag innerhalb von 4 Monaten · Angebotspreis ~18 % unter ursprünglicher Budgetschätzung · Vollständige Vergabedokumentation · Kein Nachprüfungsantrag.
Professionell aufgebauter Vergabevermerk für öffentliche IT-Ausschreibungen ab 25.000 EUR netto, vollständig anonymisiert und direkt einsatzbereit als Excel-Vorlage mit zwei Sheets.
Der Vergabevermerk ist die zentrale Dokumentationspflicht im öffentlichen Auftragswesen. § 8 VgV verpflichtet öffentliche Auftraggeber, den gesamten Ablauf eines Vergabeverfahrens schriftlich festzuhalten – von der Bedarfsentscheidung über die Wahl des Verfahrens bis zur Zuschlagserteilung. Für IT-Beschaffungen unterhalb der EU-Schwellenwerte gilt § 6 UVgO analog: Ab einem geschätzten Auftragswert von 25.000 EUR netto ist eine Dokumentation des Vergabeverfahrens erforderlich, die einer Nachprüfung standzuhalten hat.
In der Praxis wird der Vergabevermerk häufig unterschätzt: Er ist kein internes Formalia-Dokument, sondern die einzige Verteidigungslinie bei Bieteranfragen, Rügen oder Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer. Fehlt eine nachvollziehbare Begründung für Eignungs- oder Wertungsentscheidungen, kann das gesamte Vergabeverfahren angreifbar werden – selbst wenn die inhaltliche Entscheidung sachlich richtig war.
Schwellenwert steigt auf 50.000 EUR (Stand: Mai 2026): Das Vergabebeschleunigungsgesetz wurde beschlossen und hebt die nationale Wertgrenze für Liefer- und Dienstleistungen auf 50.000 EUR netto an. Damit ändern sich auch die Dokumentationspflichten. Die vorliegende Vorlage orientiert sich am bisherigen Stand (25.000 EUR) und sollte nach Inkrafttreten des Gesetzes geprüft und ggf. angepasst werden. Alle Änderungen im Überblick →
Die IT-LV-Vorlage deckt beide Phasen ab: Phase I für die Vergabevorbereitung durch den Bedarfsträger und Phase II für das eigentliche Ausschreibungsverfahren. Alle Felder sind mit Platzhaltern und Ausfüllhinweisen vorbelegt, sodass Vergabestellen und IT-Abteilungen ohne Vorkenntnisse in vergaberechtlicher Dokumentation direkt einsteigen können.
Wir begleiten Sie vom ersten Workshop bis zum Zuschlag: zum Festpreis, termingerecht, vergaberechtskonform.
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Quellen