Auf Anfrage

IT-Ausschreibungsberatung

Öffentliche Auftraggeber stehen bei IT-Beschaffungen vor einer doppelten Herausforderung: technische Anforderungen müssen präzise formuliert und gleichzeitig vergaberechtlich korrekt umgesetzt werden. Genau hier setzen wir an.

Ausschreibungsunterstützung bedeutet: Wir übernehmen die gesamte Ausschreibungsvorbereitung: von der strukturierten Bedarfsaufnahme in Workshops über die Erstellung des Leistungsverzeichnisses bis zur Angebotsauswertung und Zuschlagsempfehlung. Sie behalten die Kontrolle, wir liefern die Substanz.

5–15
Tage Zeitersparnis*
~30%
Kosteneinsparung*
100%
vergaberechtskonform

* erzielen wir im Schnitt in unseren Projekten

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Für wen wir arbeiten

Öffentliche Organisationen

IT-Ausschreibungen

Behörden, Kommunen, Stadtwerke und öffentliche Unternehmen. Wir übernehmen die vollständige Erstellung und Begleitung vergaberechtskonformer IT-Ausschreibungen.

  • Erstellung vollständiger Ausschreibungsunterlagen (LV, LB, EVB-IT, AVV)
  • Moderierte Stakeholder-Workshops zur Bedarfserfassung
  • Entwicklung vergaberechtskonformer Bewertungsmatrizen
  • Auswertung Teilnahmeanträge und Angebote
  • Organisation und Begleitung von Vergabegesprächen
  • Einhaltung aller vergaberechtlichen Vorgaben (VgV, UVgO, VOL/A)
Unverbindlich anfragen →
Private Unternehmen

IT-Beschaffung

Unternehmen und Beratungen, die IT gezielt einkaufen wollen. Wir schaffen Vergleichbarkeit, sichern bessere Preise und vermeiden typische Fehler in Beschaffungsprozessen.

  • Strukturierte Angebotsvergleiche mit klaren Bewertungskriterien
  • Vorbereitung und Begleitung von Anbieterverhandlungen
  • Erstellung von Lastenheften und technischen Anforderungsprofilen
  • Marktanalyse und Anbieterschreening
  • Risikobewertung von Vertragskonditionen
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IT-Vergabeunterstützung für öffentliche Auftraggeber

IT-Beschaffungen sind keine Routineaufgabe mehr: sie sind strategische Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen für Sicherheit, Betrieb und Haushalt.

Das strukturelle Problem: Anbieter wissen mehr als Auftraggeber

Öffentliche Auftraggeber stehen bei IT-Vergaben vor einem strukturellen Informationsdefizit. Anbieter kennen ihre Lösung in- und auswendig: sie wissen, welche Anforderungen ihr Produkt erfüllt, und welche nicht. Was sie im Angebot verschweigen, wird selten freiwillig erwähnt. Das ist kein Zufall, sondern Kalkül. Wer als Auftraggeber nicht weiß, welche Fragen er stellen muss, bekommt auch keine vollständigen Antworten.

Dieses Phänomen ist aus der Ökonomie bekannt: Genauso wie ein Vermieter mehr über den Zustand seiner Wohnung weiß als der Mieter, hat ein IT-Anbieter einen strukturellen Informationsvorsprung gegenüber dem beschaffenden Auftraggeber. Das Ergebnis: Überteuerte Angebote, versteckte Lizenzkosten, unzureichende Schnittstellenkompatibilität oder fehlende Sicherheitszertifizierungen. Das sind Punkte, die im Angebot nicht explizit genannt werden müssen, wenn die Ausschreibung sie nicht präzise fordert.

Steigende Komplexität, wachsende Anforderungen

IT-Vergaben sind heute komplexer als je zuvor. Digitalisierungsstrategien, KI-Integration, Anforderungen aus dem BSI IT-Grundschutz, Nachhaltigkeitsvorgaben und europäische Regulatorik (NIS2, DORA) treffen auf Vergaberecht, das seit Jahren nicht mit der technologischen Entwicklung Schritt hält. Die Folge: Leistungsbeschreibungen, die zu vage formuliert sind, um Anbieter wirklich vergleichbar zu machen, und Angebote, die auf dem Papier perfekt aussehen, aber in der Praxis zu Problemen führen.

Genau hier setzen wir an. Als Spezialisten für IT-Vergabeunterstützung bringen wir beide Welten zusammen: technisches IT-Verständnis und vergaberechtliche Präzision. Wir formulieren Anforderungen so, dass Anbieter nicht ausweichen können, decken Schwächen in Angeboten auf, die anderen verborgen bleiben, und begleiten öffentliche Auftraggeber durch den gesamten Vergabeprozess: von der ersten Bedarfsermittlung bis zur Zuschlagserteilung.

IT-Vergabeberatung anfragen →
Was Anbieter häufig verschweigen
  • Versteckte Lizenz- und Folgekosten nach Jahr 1
  • Eingeschränkte API-Kompatibilität mit Bestandssystemen
  • Fehlende oder auslaufende BSI/ISO-Zertifizierungen
  • Vendor-Lock-in durch proprietäre Datenformate
  • Realistische SLA-Grenzen erst im Kleingedruckten
Unser Ansatz schließt diese Lücken
  • Präzise A- und B-Kriterien die Ausweichen verhindern
  • Marktrecherche vor der Ausschreibung
  • Angebotsprüfung auf Vollständigkeit & Plausibilität
  • Rückfragen an Bieter strukturiert vorbereiten
  • Vergabedokumentation anfechtungssicher erstellen
Rechtsrahmen den wir abdecken
VgV UVgO SektVO VOL/A GWB EVB-IT AVV

Das Eisberg-Prinzip in der IT-Beschaffung

Sichtbare Anforderungen sind leicht zu formulieren, die verborgenen entscheiden über Projekterfolg oder -scheitern. Klicken Sie auf den Eisberg.

Methodik · IT-Leistungsverzeichnisse.DE
Nur 10 % eines Eisbergs sind sichtbar, ähnlich verhält es sich bei Anforderungen in der IT-Beschaffung.
IT-Leistungsverzeichnisse.DE
Praxisbeispiel: Automotive (Volkswagen)
▲ Offensichtliche Anforderung

„Das Fahrzeug muss Platz für fünf Personen bieten: zwei Sitze vorne (Fahrer & Beifahrer) und drei Sitze hinten."

▼ Verborgene Anforderung

„Alle vom Fahrzeug oder der App gesammelten Daten (Standort, Fahrverhalten, persönliche Einstellungen) müssen gemäß DSGVO verarbeitet werden."

* ADAC, Dez. 2024: „Datenleck bei VW: 800.000 Fahrzeuge betroffen“

Offensichtliche Anforderungen

Funktionale, messbare Anforderungen, sichtbar, aber allein nicht ausreichend.

Funktionale Spezifikation

Endpunkte, Kapazitäten, Betriebssysteme und konkrete Feature-Anforderungen.

„EDR-Lösung für 500 Windows-Endpoints. Deployment per GPO/MDM. Win 10/11, Server 2019/2022."
Leistungs- & Verfügbarkeits-SLAs

Erkennungsgeschwindigkeit, Plattformverfügbarkeit und Support-Reaktionszeiten.

„MTTD ≤ 15 Min. Verfügbarkeit ≥ 99,9 %. 24/7-Alarm. 1st-Level ≤ 30 Min."
Zertifizierungen & Nachweise

Qualitäts- und Compliance-Nachweise, prüfbar bei der Angebotswertung.

„ISO 27001, BSI APT Level 2. Pentest < 12 Monate. SOC 2 Type II auf Anfrage."
Preis & Vertragslaufzeit

Transparente Kosten, Laufzeit und Vertragskernpunkte. Basis für den Angebotsvergleich.

„≤ 15 EUR/Endpoint/Monat. Onboarding ≤ 5.000 EUR. 36 Monate + Option."
Eisberg-Prinzip
~10 %
~90 %
Verborgene Anforderungen

Nicht-funktionale, rechtliche und betriebliche Anforderungen, oft vergessen, selten im Standard-LV.

Datenlokation & DSGVO

Subunternehmer-Kette, DSGVO-Konformität, oft erst im Vertrag sichtbar.

„Log-Daten nur EU-Server. AVV Art. 28 DSGVO. Vollständige Subunternehmer-Liste Pflicht."
Exit-Strategie & Portierbarkeit

Bindungseffekte bei Kündigung: Datenrückgabe und Löschfristen oft unterschätzt.

„Rückgabe JSON/CSV ≤ 30 Tage. Löschen aller Kopien nach 90 Tagen."
Integration & Interoperabilität

API-Anbindungen, die erst in der Umsetzung fehlen.

„REST-API Splunk-SIEM. ServiceNow + SOAR. Dokumentierte Schnittstellen Pflicht."
Vergaberechtliche Einordnung

Fehlende Kenntnis führt zu formalen Fehlern und Nachprüfungsanträgen.

„> 214 k EUR → VgV, EU-weit. Vergabedokumentation Pflicht. § 97 Abs. 4 GWB prüfen."

IT-Leistungsverzeichnisse.DE: Wir stellen sicher, dass keine Anforderung unter der Oberfläche bleibt.

Anforderungsanalyse anfragen →

Warum IT-Leistungsverzeichnisse.DE?

Sechs Gründe, warum öffentliche Auftraggeber ihre IT-Beschaffung mit uns strukturieren: von der ersten Anforderung bis zur rechtssicheren Vergabe.

IT trifft Vergaberecht

Wir binden IT-Expertise und Vergabewissen von Beginn an zusammen, ohne Lücken zwischen technischen Anforderungen und rechtlicher Umsetzung.

Vergaberechtssicher

Alle Unterlagen sind konform mit VgV, UVgO, VOL/A und EVB-IT. Wir minimieren rechtliche Risiken und Nachprüfungsanträge.

Transparente Bewertung

Strukturierte Bewertungsmatrizen mit klaren A- und B-Kriterien machen Angebote vergleichbar und Entscheidungen nachvollziehbar.

Schnelle Umsetzung

In unseren Projekten haben wir gesehen, dass erprobte Prozesse und strukturierte Vorlagen den Aufwand auf Auftraggeberseite um durchschnittlich 5 bis 15 Arbeitstage reduzieren.

Stakeholder-Einbindung

Moderierte Workshops stellen sicher, dass alle Anforderungen aus IT, Fachabteilung, Einkauf und Recht vollständig erfasst werden.

Bessere Preise

Wir haben in unseren Projekten beobachtet, dass präzise Leistungsverzeichnisse Angebotspreise um durchschnittlich ~30 % senken: Anbieter kalkulieren weniger Risikopuffer ein, wenn Anforderungen klar und vollständig formuliert sind.

Der IT-Vergabeprozess

Interaktive Übersicht der typischen Phasen einer IT-Ausschreibung und wie wir Sie dabei unterstützen.

IT-Vergabeprozess Übersicht: Bedarfsmanagement, Vergabeverfahren, Prüfung und Zuschlag, Vertragsmanagement
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Ganzheitliche IT-Vergabebegleitung: von der Bedarfsermittlung bis zum Zuschlag

Viele Berater steigen punktuell ein: Sie erstellen ein Leistungsverzeichnis oder werten Angebote aus. Wir begleiten den gesamten Prozess. Denn Fehler in Phase 1 zahlt man in Phase 4.

01

Bedarfsermittlung & Anforderungsanalyse

Gemeinsam mit Ihren IT-Verantwortlichen, den weiteren einzubindenden Fachabteilungen und dem Einkauf erfassen wir den echten Bedarf, nicht das, was jemand glaubt beschaffen zu müssen. Stakeholder-Interviews, Workshopmoderation und Marktrecherche sind fester Bestandteil dieser Phase. Wir briefen frühzeitig den Betriebsrat und das C-Level, falls gewünscht, oder stellen passende Unterlagen bereit.

Vormarktrecherche · Stakeholder-Workshop · Bedarfsanalyse
02

Erstellung der Vergabeunterlagen

Wir erstellen vollständige, vergaberechtskonform strukturierte Unterlagen: Leistungsbeschreibung mit messbaren A- und B-Kriterien, Eignungskriterien, Bewertungsmatrix, EVB-IT-Verträge, Datenschutzanforderungen (AVV) und Formblätter. Kein Lückentext, keine schwammigen Formulierungen.

LV · LB · EVB-IT · AVV · Eignungs- & Zuschlagskriterien
03

Begleitung des Vergabeverfahrens

Ob Offenes Verfahren nach VgV, Beschränkte Ausschreibung nach UVgO oder Sektorenvergabe nach SektVO: wir begleiten die Veröffentlichung, entwerfen Antworten auf Bieterfragen, dokumentieren den Prozess lückenlos und bereiten Vergabegespräche vor.

VgV · UVgO · SektVO · Vergabedokumentation · Bieteranfragen
04

Angebotsprüfung & Zuschlagsempfehlung

Wir prüfen eingegangene Angebote nicht nur auf formale Vollständigkeit, sondern auf inhaltliche Plausibilität. Was ein Anbieter verspricht und was sein Produkt wirklich leistet, sind oft zwei verschiedene Dinge. Unsere Auswertung deckt diese Differenz auf, anfechtungssicher dokumentiert.

Wertungsmatrix · Zuschlagsempfehlung · Vergabevermerk
Das Problem: Informationsasymmetrie

Ein IT-Anbieter hat einen fundamentalen Informationsvorsprung gegenüber dem Auftraggeber, ähnlich wie ein Gebrauchtwagenhändler mehr über das Fahrzeug weiß als der Käufer [George A. Akerlof, “The Market for Lemons”, 1970; Wirtschaftsnobelpreis 2001]. Angebote sind so formuliert, dass sie gut klingen, ohne das Wesentliche offenzulegen: Wo sind die Grenzen der Lösung? Welche Features kosten extra? Was passiert bei Vertragsende mit den Daten? Wer diese Fragen nicht stellt, bekommt keine Antworten. Er merkt es erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist.

Unsere Rolle: Den Informationsvorsprung ausgleichen

Wir stellen die richtigen Fragen, bevor das Angebot kommt. Durch präzise Leistungsbeschreibungen mit messbaren Kriterien, strukturierte Rückfragen während des Vergabeverfahrens und eine kritische Angebotsprüfung schaffen wir die Grundlage für faire, vergleichbare und wirtschaftliche Entscheidungen. Kein Anbieter kann sich mehr hinter vagen Formulierungen verstecken.

Jetzt unverbindlich anfragen →
Phase 5: Implementierungsbegleitung als unabhängiges PMO

Der Zuschlag ist nicht das Ende. IT-LV begleitet die Implementierung als unabhängiges Projektmanagementbüro (PMO) und stellt sicher, dass der Anbieter das leistet, was er in der Ausschreibung zugesichert hat. Als neutrale Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Anbieter überwachen wir Meilensteine, prüfen Lieferergebnisse und eskalieren frühzeitig bei Abweichungen, bevor sie zum Problem werden.

Mehr zur unabhängigen Projektbegleitung →

Von vielen Anforderungen zu präzisen A- und B-Kriterien

IT-LV führt strukturierte Workshops mit den Fachabteilungen des Auftraggebers durch, nimmt Wünsche und technische Anforderungen auf, analysiert sie auf Vergaberechtskonformität und überführt sie in rechtssichere A- und B-Kriterien für ein individuelles Ausschreibungspaket.

Methodik · IT-Leistungsverzeichnisse.DE
Von vielen Anforderungen zu präzisen Ausschluss­kriterien (A) und Bewertungs­kriterien (B) im gewichteten LV.
IT-Leistungsverzeichnisse.DE
① Aufnahme der Anforderungen
② Analyse
③ Konkretisierung & Strukturierung im LV
Trichter-Methodik
Alltagsbeispiel zum Verständnis: Privatperson kauft ein Auto Die gleiche Methodik, die wir bei öffentlichen IT-Ausschreibungen anwenden, nur mit einem vertrauten Kontext erklärt.
Phase 1: Aufnahme

Rohe, oft vage Aussagen aus Stakeholder-Interviews und Workshops werden gesammelt, ohne Wertung oder Priorisierung.

„Das Auto soll umweltfreundlich und komfortabel sein.“
Phase 2: Analyse

Anforderungen werden interpretiert, auf Messbarkeit geprüft und nach Relevanz gebündelt. Widersprüche werden aufgelöst.

„Umweltfreundlich“ → niedriger CO₂-Ausstoß, Kraftstoffeffizienz
„Komfortabel“ → Innenausstattung, Klimaanlage, Sitzverstellung
Phase 3: Konkretisierung im LV

Jede Anforderung wird als A-Kriterium (Ausschluss bei Nicht-Erfüllung) oder B-Kriterium (Punktabzug) klassifiziert und präzise formuliert.

A-Kriterium Max. 120 g CO₂/km. Nicht-Erfüllung führt zum Ausschluss
B-Kriterium Klimaautomatik, Lederausstattung, verstellbare Sitze, gewichtet bewertet
Fachbeispiel: EDR-Beschaffung
Phase 1: Aufnahme
„Die EDR-Lösung soll Angriffe zuverlässig erkennen und schnell reagieren.“

Stakeholder-Aussage aus dem Workshop, noch ohne Messgrößen.

Phase 2: Analyse
„Zuverlässig erkennen“ → Erkennungsrate gegen MITRE ATT&CK®-Techniken (TA0001–TA0011)
„Schnell reagieren“ → Mean Time to Detect (MTTD), automatische Isolierung befallener Endpunkte
Phase 3: Konkretisierung im LV
AErkennungsrate ≥ 95 % aller MITRE ATT&CK®-Taktiken (Enterprise v14): Ausschluss bei Nicht-Erfüllung
AAutomatische Endpunkt-Isolierung innerhalb 60 s nach Alerting: Ausschluss
BMTTD ≤ 5 Min. bei Lateral-Movement-Techniken (T1021, T1550), gewichtet 15 %

IT-Leistungsverzeichnisse.DE: Wir übersetzen Anforderungen in vergaberechtlich sichere LV-Kriterien.

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Projektbeispiel: SOC-Beschaffung

Projektbeispiel · IT-LV

Beschaffung eines Security Operations Center (SOC) bei einem Stadtwerk

Öffentlicher Auftraggeber · IT-Sicherheit · Auftragswert ~ 300.000 €/Jahr

AUSGANGSLAGE

Das Stadtwerk benötigte erstmalig ein Managed SOC zur Erfüllung der KRITIS-Anforderungen nach BSI IT-Grundschutz. Interne IT-Kapazitäten für eine Eigenlösung fehlten.

UNSERE LEISTUNG

Stakeholder-Workshop mit IT, OT und Rechtsabteilung · Erstellung LV, LB und EVB-IT · EU-weite Ausschreibung nach VgV · Bewertungsmatrix mit A/B-Kriterien · Auswertung von 4 Angeboten · Begleitung Vergabegespräche.

ERGEBNIS

Zuschlag innerhalb von 4 Monaten · Angebotspreis ~18 % unter ursprünglicher Budgetschätzung · Vollständige Vergabedokumentation · Kein Nachprüfungsantrag.

IT-Sicherheit KRITIS EU-weite Ausschreibung (VgV) Stadtwerk
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Muster-Vergabevermerk zum Download

Professionell aufgebauter Vergabevermerk für öffentliche IT-Ausschreibungen ab 25.000 EUR netto, vollständig anonymisiert und direkt einsatzbereit als Excel-Vorlage mit zwei Sheets.

Was ist ein Vergabevermerk und wann ist er Pflicht?

Der Vergabevermerk ist die zentrale Dokumentationspflicht im öffentlichen Auftragswesen. § 8 VgV verpflichtet öffentliche Auftraggeber, den gesamten Ablauf eines Vergabeverfahrens schriftlich festzuhalten – von der Bedarfsentscheidung über die Wahl des Verfahrens bis zur Zuschlagserteilung. Für IT-Beschaffungen unterhalb der EU-Schwellenwerte gilt § 6 UVgO analog: Ab einem geschätzten Auftragswert von 25.000 EUR netto ist eine Dokumentation des Vergabeverfahrens erforderlich, die einer Nachprüfung standzuhalten hat.

In der Praxis wird der Vergabevermerk häufig unterschätzt: Er ist kein internes Formalia-Dokument, sondern die einzige Verteidigungslinie bei Bieteranfragen, Rügen oder Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer. Fehlt eine nachvollziehbare Begründung für Eignungs- oder Wertungsentscheidungen, kann das gesamte Vergabeverfahren angreifbar werden – selbst wenn die inhaltliche Entscheidung sachlich richtig war.

Schwellenwert steigt auf 50.000 EUR (Stand: Mai 2026): Das Vergabebeschleunigungsgesetz wurde beschlossen und hebt die nationale Wertgrenze für Liefer- und Dienstleistungen auf 50.000 EUR netto an. Damit ändern sich auch die Dokumentationspflichten. Die vorliegende Vorlage orientiert sich am bisherigen Stand (25.000 EUR) und sollte nach Inkrafttreten des Gesetzes geprüft und ggf. angepasst werden. Alle Änderungen im Überblick →

Die IT-LV-Vorlage deckt beide Phasen ab: Phase I für die Vergabevorbereitung durch den Bedarfsträger und Phase II für das eigentliche Ausschreibungsverfahren. Alle Felder sind mit Platzhaltern und Ausfüllhinweisen vorbelegt, sodass Vergabestellen und IT-Abteilungen ohne Vorkenntnisse in vergaberechtlicher Dokumentation direkt einsteigen können.

Muster-Vorlage · IT-Leistungsverzeichnisse.DE
Phase I: Vergabevorbereitung/Bedarfsträger
IT-Leistungsverzeichnisse.DE
Vergabevermerk ≥ 25 T€ netto: Vergabevorbereitung/Bedarfsträger
Kurzbezeichnung [zu beschaffende IT-Leistung] Datum [TT.MM.JJJJ]
Bedarfsträger Bereich [Bedarfsträger eintragen] SAP-BANF-Nr. [Nr.]
Bearbeiter/in N.N. Kostenstelle [PSP-Element]
1. Leistungsgegenstand
1.1 Kurzbeschreibung[Beschreibung der IT-Leistung eintragen]
1.2 Bedarfsnotwendigkeit[Begründung: Warum? Warum jetzt? Warum nicht selbst?]
1.3 Leistungsbeschreibung[Anlage “LB” beifügen]
2. Finanzplanung
2.1 Geschätzter Auftragswert______ EUR (netto), zzgl. MwSt.
2.2 Haushaltsmittelabfluss[Aufteilung nach Haushaltsjahren]
3. Vergabeverfahren & 4. Zuschlagskriterien
3.1 Verfahrensart☒ Offenes Verfahren (§ 15 VgV)   ☐ Nicht offenes Verfahren   ☐ UVgO
3.2 Terminvorstellung[Leistungsbeginn, Zeitraum, Optionen]
4.5 ZuschlagskriterienQualität: 70 %  |  Preis: 30 %
5. Freigabe & Unterschriften
Freigeber BudgetverantwortlicherBearbeiter Bedarfsträger
N.N. · [Funktion] · [Abt.]N.N. · [Funktion] · [Abt.]

Vollständige Vorlage mit allen Abschnitten & Freigabeblöcken

Vergabevermerk – Phase II: Ausschreibung
Kurztitel [aus Phase I übernommen] AZ-Vergabe [AZ]
Abschnitt A: Einleitung Vergabeverfahren
Veröffentlichung☒ EU-weit (simap / bund.de)   ☐ national   ☐ keine Veröffentlichung
Abschnitt B: Angebotsaufforderung
B.1 Vergabeunterlagen A) Unterlagen beim Bieter: Verfahrensbedingungen, Eignungs- & Zuschlagskriterien
B) Vertragsbestandteile: Vertrag, Leistungsbeschreibung, Anlagen
C) Einzureichen: Angebotsschreiben, Preisblatt, F-BS, ggf. F-BG, Unterauftragnehmer-Erklärungen
Angebotsfrist[Datum] um [Uhr]
Zusätzliche Auskünfte☐ wurden nicht erteilt   ☐ wurden erteilt (dokumentiert)
Fristverlängerung[ggf. neue Frist + Begründung]
Rüge (EU-Verfahren)☒ nein   ☐ ja (eingegangen am [Datum], Abhilfeergebnis)
Nachprüfungsverfahren☒ nein   ☐ ja (Vergabeakte übersandt am [Datum])
Unterschrift Bearbeiter/in
Datum, UnterschriftName, Funktion
[Datum]N.N. · [Funktion] · [Abt.]
Hinweis: Phase II dokumentiert den Zeitraum ab Versand der Angebotsaufforderung bis zum Ablauf der Angebotsfrist. Phasendokument III folgt nach Angebotsöffnung.

Vollständige Vorlage mit allen Abschnitten & Freigabeblöcken

Excel-Vorlage · 2 Sheets (Phase I & II) · Vollständig anonymisiert · Sofort einsatzbereit

Ihr nächstes IT-Beschaffungsprojekt?

Wir begleiten Sie vom ersten Workshop bis zum Zuschlag: zum Festpreis, termingerecht, vergaberechtskonform.


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Vertriebsteam
Unser Vertriebsteam
Wir helfen Ihnen gerne weiter.
sales@it-lv.de 06124 6059217

Quellen

  1. George A. Akerlof: "Wirtschaftsnobelpreis 2001: Analysen von Märkten mit asymmetrischer Information", nobelprize.org, 2001. Grundlage des Informationsasymmetrie-Konzepts, das wir auf IT-Beschaffungen übertragen.
  2. IT-Planungsrat: "Föderale IT-Kooperation und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung", it-planungsrat.de. Referenzrahmen für IT-Governance in Bundes- und Landesbehörden.
  3. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): "IT-Grundschutz: Methode und Standards zur Informationssicherheit", bsi.bund.de. Basis für Sicherheitsanforderungen in IT-Leistungsverzeichnissen.
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