


Ein SIEM-System (Security Information & Event Management) ist das zentrale Herzstück moderner Sicherheitsarchitekturen. Es sammelt, korreliert und analysiert Sicherheitsereignisse aus allen IT-Systemen in Echtzeit und ermöglicht so die frühzeitige Erkennung von Angriffen.
Unser Muster-LV für SIEM ist eines unserer komplexesten und umfangreichsten Produkte. Es wurde speziell für den Einsatz in der öffentlichen Verwaltung, im Gesundheitswesen und in kritischen Infrastrukturen entwickelt und berücksichtigt NIS2-, BSI- und DSGVO-Anforderungen.
Ein SIEM ist nur so gut wie die Daten, die es empfängt. Wir haben Abschnitt A auf die in Behörden und KRITIS-Einrichtungen typisch vorhandene IT-Infrastruktur ausgerichtet: Windows-Domänen, Linux-Server, aktive Netzwerkhardware sowie Webanwendungen und Datenbanken erzeugen gemeinsam das Rohmaterial für eine wirksame Sicherheitsüberwachung. Wichtig war uns dabei die explizite Anforderung an standardisierte Log-Formate wie Syslog, CEF, LEEF und JSON, weil heterogene Protokolllandschaften in der Vergabepraxis regelmäßig zu Integrationsproblemen führen, wenn die Anforderungen zu vage formuliert werden. Das NIST definiert Log-Management als den umfassenden Prozess zur Erzeugung, Übertragung, Speicherung, Analyse und Entsorgung sicherheitsrelevanter Protokolldaten[1] und betont damit, dass bereits die Erfassungsschicht sorgfältig ausgeschrieben werden muss.
Cloud-Konnektoren für Azure, AWS und GCP sind für Behörden, die Fachanwendungen in die Cloud verlagern, zunehmend unverzichtbar. Lösungen wie Microsoft Sentinel sind hier nativ optimiert, während Splunk Enterprise Security und IBM QRadar mit breiten Konnektorbibliotheken punkten. OpenText ArcSight hingegen ist besonders in gewachsenen Behördenlandschaften mit komplexen On-Premise-Infrastrukturen verbreitet und bietet hier robuste Integrationspfade.
Die Korrelationslogik ist das Herzstück jedes SIEM-Systems, und wir haben diesen Abschnitt mit Bedacht formuliert. Reine regelbasierte Korrelation reicht für moderne Angriffsmuster nicht mehr aus, weshalb unser Leistungsverzeichnis ausdrücklich UEBA, also die verhaltensbasierte Nutzer- und Entitätsanalyse, als Anforderung verankert. Gerade Insider-Bedrohungen und kompromittierte Konten, die sich im Rahmen legitimer Zugriffsrechte bewegen, sind ohne Verhaltensbaseline kaum zu erkennen. Exabeam und LogRhythm haben sich hier als spezialisierte UEBA-Anbieter etabliert, die eng mit klassischen SIEM-Plattformen integrierbar sind. Das BSI hält dazu fest: „Wenn Cyberangriffe frühzeitig erkannt werden, können diese entweder ganz verhindert oder ihre Folgen abgeschwächt und eingedämmt werden"[2] und unterstreicht damit, warum wir die Erkennungstiefe als zentrales Bewertungskriterium im Leistungsverzeichnis verankert haben.
Die MITRE ATT&CK Framework-Abdeckung haben wir als verbindliche Anforderung aufgenommen, weil sie als branchenweiter Standard für die strukturierte Beschreibung von Angriffstechniken gilt und Auftraggeber damit objektiv vergleichen können, welche Angriffsphasen ein SIEM-Produkt tatsächlich erkennt. Die Integration von Threat Intelligence Feeds aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem BSI oder kommerziellen Anbietern wie Recorded Future schließt die Lücke zwischen generischer Erkennung und aktueller Bedrohungslage.
In der Praxis öffentlicher IT-Sicherheitsteams, die häufig mit knappen Personalressourcen arbeiten, ist eine durchdachte Alert-Priorisierung entscheidend. Wir haben Abschnitt C so gestaltet, dass Triage-Mechanismen und automatisierte Schweregrad-Einstufung verbindlich gefordert werden, um Alert-Fatigue zu vermeiden. Die Integration in Ticket-Systeme wie JIRA, ServiceNow oder Topdesk ist in vielen Behörden bereits Standard und muss daher als SIEM-Anforderung explizit verankert werden. Wer reale Ausschreibungsunterlagen zu SIEM-Projekten im öffentlichen Sektor studieren möchte, findet entsprechende Referenzdokumente im Vergabe-Archiv.
Die SOAR-Anbindung für automatisierte Response ist eine Anforderung, die wir mit Blick auf die Zukunft aufgenommen haben: Behörden, die heute ein SIEM einführen, sollten die Möglichkeit haben, dieses später mit Automatisierungsfähigkeiten zu erweitern, ohne das System wechseln zu müssen. Splunk SOAR (ehem. Phantom) und IBM QRadar SOAR sind hier führende integrierte Lösungen.
Compliance-Reporting ist für Behörden und KRITIS-Betreiber eine regulatorische Pflicht, kein optionales Feature. Unser Muster-LV fordert vordefinierte Berichte für BSI IT-Grundschutz, NIS2 und DSGVO, weil diese Nachweise gegenüber Aufsichtsbehörden und im Rahmen von Zertifizierungsverfahren erbracht werden müssen. Microsoft Sentinel und Splunk bieten hier besonders ausgereifte Compliance-Dashboard-Bibliotheken, die den Aufwand für Berichterstattung erheblich reduzieren.
Die Anforderung an Langzeitarchivierung und definierte Retention Policies haben wir bewusst als eigenständigen Punkt formuliert, weil die gesetzliche Aufbewahrungspflicht für Sicherheitslogs in Deutschland je nach Branche und Behördentyp zwischen 6 Monaten und mehreren Jahren liegen kann. Forensische Suche über archivierte Daten ist dabei nicht nur für Incident Response relevant, sondern auch für die rückwirkende Analyse von Sicherheitsvorfällen, die erst nachträglich entdeckt werden.
Quellen
| Format | Microsoft Excel (.xlsx) + PDF |
| Umfang | mehr als 50 Leistungspositionen |
| Sprache | Deutsch |
| Vergaberecht | GWB, VgV, UVgO konform |
| Normen | BSI IT-Grundschutz, NIS2, ISO 27001 |
| Stand | 2026 (regelmäßige Revision) |
| Lieferung | Innerhalb von 5 Werktagen nach Zahlung |
| Nutzungsrecht | Einfach, für eigene Organisation |
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