


Unified Endpoint Management führt zusammen, was früher getrennt beschafft wurde: die Verwaltung von Windows-Arbeitsplätzen, Macs, Tablets und Smartphones in einem Werkzeug. Für Verwaltungen mit einigen hundert bis mehreren tausend Geräten ist das die Voraussetzung dafür, Patchstände und Softwarestände überhaupt belegen zu können.
Im Vergabe-Archiv ist es der Cluster mit dem stärksten Anteilszuwachs: 24 Verfahren in den 24 Monaten bis September 2026, davon 14 eigenständige Vergaben. Ausgeschrieben haben unter anderem eine zentrale Beschaffungsstelle eines Landes (Managementsoftware zur zentralen Verwaltung von Endgeräten), die München Klinik und das Klinikum Ernst von Bergmann, beide für Softwareverteilung.
Wir haben das Leistungsverzeichnis bewusst gegen unser Muster-LV zu Mobile Device Management abgegrenzt: Wer nur mobile Endgeräte verwaltet, ist dort richtig. Dieses Dokument ist für Häuser, die Client, Server und Mobilgeräte in einem Werkzeug führen wollen.
Der erste Abschnitt legt fest, welche Plattformen in welchem Umfang verwaltet werden: Windows-Clients, Server, macOS, iOS und Android, optional Linux und Kioskgeräte. Für jede Plattform wird unterschieden, ob nur Inventarisierung, auch Konfiguration oder die vollständige Verwaltung gefordert ist, denn genau daran unterscheiden sich die Produkte am Markt.
Wir schreiben zusätzlich das Mengengerüst je Gerätetyp und Standort aus sowie die Frage, ob Geräte außerhalb des Verwaltungsnetzes verwaltet werden müssen, etwa im Homeoffice oder an Schulen. Ohne diese Angabe kalkulieren Bieter eine reine Inhouse-Lösung und die Verwaltung mobiler Geräte wird später zur Zusatzoption.
Wir beschreiben die Verteilung als Prozess: Paketbereitstellung, Testring, Pilotgruppe, Massenverteilung, Rückrollmöglichkeit. Entscheidend ist die Zuständigkeit für die Paketierung. Das Leistungsverzeichnis fordert deshalb ein Kontingent an Paketierungen pro Jahr mit Preis je zusätzlichem Paket, statt diese Leistung offen zu lassen.
Ergänzend gefordert sind ein Self-Service-Portal für freigegebene Anwendungen, die Zählung installierter Software als Grundlage der Lizenzbilanz und die Deinstallation nicht mehr benötigter Programme. Für die Lizenzseite passt unser Muster-LV zu Software-Lizenzen.
Das Patchmanagement umfasst Betriebssystem und Drittanbietersoftware, Freigabeprozesse, Wartungsfenster, Zwangsneustarts mit Nutzerhinweis und ein Reporting, das den Patchstand je Gerät und Gruppe ausweist. Als Referenz für Prozesse und Härtung dient das IT-Grundschutz-Kompendium des BSI[1].
Für die Konfiguration fordern wir richtlinienbasierte Vorgaben, Abweichungsberichte und die automatische Rückführung in den Sollzustand. Der Nachweis, dass ein Gerät zum Stichtag den geforderten Stand hatte, ist ausdrücklich Bestandteil, weil er in Prüfungen und nach Sicherheitsvorfällen verlangt wird.
Die Inventarisierung liefert Hardware- und Softwarebestand, Garantiedaten und Standortzuordnung, exportierbar für die Anlagenbuchhaltung. Das Betriebssystem-Deployment umfasst die Erstinstallation ohne Vorbereitung im Haus, Treiberverwaltung, Benutzerdatenübernahme und die Wiederherstellung eines Geräts im Schadensfall.
Die Fernwartung ist mitbestimmungsrelevant, denn sie ist geeignet, Verhalten und Leistung von Beschäftigten zu überwachen[2]. Wir fordern daher Zustimmung der Nutzerin oder des Nutzers vor dem Zugriff, sichtbare Anzeige der laufenden Sitzung, Protokollierung und rollengetrennte Berechtigungen, flankiert von den Vorgaben des Beschäftigtendatenschutzes[3].
Betriebsmodelle sind Eigenbetrieb, Betrieb beim kommunalen IT-Dienstleister und Software as a Service, jeweils mit Angabe des Datenstandorts und der Verarbeitung innerhalb der Europäischen Union. Die Migration vom Altsystem umfasst Übernahme der Gerätezuordnung, der Paketbibliothek und der Richtlinien, mit Parallelbetrieb bis zur vollständigen Umstellung.
Das Preisblatt trennt Lizenzen je verwaltetem Gerät und je Nutzer, weil beide Metriken am Markt vorkommen und sich bei Mehrgerätenutzung stark unterscheiden. Dazu kommen Einführung als Festpreis, Paketierungskontingent, Schulung und jährliche Pflege. Die Leistungsbeschreibung ist produktneutral gehalten[4].
Quellen
| Format | Microsoft Excel (.xlsx) + PDF |
| Umfang | mehr als 60 Leistungspositionen |
| Sprache | Deutsch |
| Vergaberecht | GWB, VgV, UVgO konform |
| Rechtsrahmen | BSI IT-Grundschutz, BetrVG / BPersVG, BDSG, DSGVO |
| Stand | 2026 (regelmäßige Revision) |
| Lieferung | Lieferung in 5 Werktagen |
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